
Minister Peter Hauk MdL: „Das AKI-Praktikantenprogramm mit Kenia erweitert den Horizont für die gastgebenden Landwirtsfamilien und die Praktikanten gleichermaßen“
Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL informierte sich am 19. August 2025 über das Praktikantenprogramm des Vereins AgrarKontakte International (AKI) e.V. und besuchte dabei die Gastfamilie Scheuermann sowie den kenianischen Agrarstudenten Samuel Omondi Okoth.
Seit Mai verbringt der 25-Jährige vom Bukura Agricultural College (BAC) in Kenia im Rahmen des AKI-Praktikantenprogramms ein halbes Jahr auf dem Hof der Familie Scheuermann in Weinheim-Wünschmichelbach. Auf dem Betrieb, der rund 120 Milchkühe hält, packt Samuel tatkräftig mit an – ob im Stall, auf dem Feld oder bei der Betreuung der Tiere. „Ich lerne hier sehr viel über moderne Landwirtschaft und möchte dieses Wissen später in meiner Heimat einsetzen“, betont der junge Praktikant, der von seinen Gastgebern längst als „viertes Kind“ betrachtet wird.
Das Praktikantenprogramm mit Kenia besteht seit 2020 und ermöglicht jährlich Dutzenden jungen Menschen ein sechsmonatiges Praktikum in landwirtschaftlichen Betrieben Süddeutschlands. Für 2025 wurden 49 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt, die durch Sprachkurse und Schulungen auf ihren Aufenthalt vorbereitet wurden. „Das Programm ist eine Win-Win-Situation: Die Praktikanten sammeln wertvolle Erfahrungen, und die Betriebe erhalten tatkräftige Unterstützung in arbeitsintensiven Zeiten“, erklärte Minister Hauk.
Hans-Benno Wichert, Vorstandsvorsitzender von AKI, verwies auf die mehr als 30-jährige Geschichte des Vereins, der jährlich bis zu 100 Junglandwirte aus verschiedenen Ländern nach Süddeutschland vermittelt. In diesem Jahr nehmen 49 Praktikantinnen und Praktikanten aus Kenia sowie 28 aus der Ukraine teil. Ziel sei es, die Perspektiven junger Menschen zu stärken und gleichzeitig den internationalen Austausch zu fördern.
Seit 2003 empfangen Jens und Stefanie Scheuermann regelmäßig AKI-Praktikantinnen und -Praktikanten auf ihrem Hof. Minister Hauk zeigte sich vom Engagement der Familie beeindruckt: „Es braucht Menschen wie Sie, die in hervorragender Weise internationale Verständigung leben. Diesen Einsatz kann man nicht mit Geld aufwiegen.“
So wurde der Besuch nicht nur zu einem Einblick in die praktische Landwirtschaft, sondern auch zu einem starken Zeichen für Völkerverständigung und gelebte Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Kenia.
AKI und BAC planen, ihre Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und auszubauen. Zur Erweiterung des Praktikantenprogramms mit Kenia hat nun auch das Ministry of Cooperatives and MSMEs Development in Nairobi großes Interesse bekundet. Die kenianische Botschaft in Berlin unterstützt diese trilaterale Partnerschaft zwischen AKI, BAC und dem kenianischen Ministerium zunehmend.



