
Vom 23. bis 25. Juni 2025 reiste Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, gemeinsam mit einer Delegation aus Wirtschaft und Wissenschaft nach Moldau. Ziel der Reise war es, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und Einblicke in die Herausforderungen und Potenziale der moldauischen Landwirtschaft zu gewinnen.
Die Reise wurde von AgrarKontakte International (AKI) e.V. in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg organisiert. Vor Ort wurde die Delegation von der Deutschen Botschaft in Chișinău empfangen und von Vertretern des Ministeriums für Landwirtschaft der Republik Moldau begleitet.
Herausforderungen und Potenziale der moldauischen Landwirtschaft
Trotz der fruchtbaren Schwarzerdeböden steht die moldauische Landwirtschaft vor erheblichen Herausforderungen: Viele Betriebe sind kleinteilig strukturiert, verfügen über wenig moderne Landtechnik und setzen häufig veraltete Anbaumethoden ein. Hinzu kommen Vermarktungsprobleme, zunehmender Arbeitskräftemangel sowie die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere in Form von Dürreperioden. Gleichzeitig bietet das Land großes Potenzial, insbesondere im Export hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Wein, Obst und Gemüse in die EU.
Stationen der Delegationsreise
Bereits am ersten Tag besuchte die Delegation das traditionsreiche Weingut Asconi und informierte sich über erfolgreiche Diversifizierungsansätze. Neben der Weinproduktion betreibt Asconi eine Tourismusanlage mit Hotel, Restaurants und einem der größten Swimmingpools des Landes.
Am zweiten Tag stand der Austausch mit Moldaus Landwirtschaftsministerin Ludmila Catlabuga und dem Generalsekretär des Ministeriums, Sergiu Gherciu, im Mittelpunkt. In den Gesprächen wurden vielfältige Kooperationsmöglichkeiten erörtert – von Fortbildungsangeboten für Landwirte über die bessere Vermarktung moldauischer Produkte in Europa bis hin zum Aufbau von Maschinenringen nach deutschem Vorbild.
Ein weiteres Highlight war der Besuch einer modernen Kirschplantage in Hîncești, die ihre Produkte erfolgreich in die EU exportiert. Auch das Nationale Institut für angewandte Forschung in Landwirtschaft und Veterinärmedizin in Chișinău öffnete seine Türen für die Delegation.
Am Abschlusstag standen Unternehmensbesuche bei Kaufland Moldau und dem Zuckerproduzenten Südzucker auf dem Programm. Beide Unternehmen verfügen über deutsche Wurzeln und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit
Ergebnisse und Perspektiven
Die Delegationsreise hat die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Moldau im Bereich Landwirtschaft weiter gestärkt. Die Gespräche vor Ort haben das große Potenzial, aber auch die strukturellen Herausforderungen der moldauischen Landwirtschaft deutlich gemacht. AKI wird die initiierten Projekte gemeinsam mit den Partnern vor Ort weiterverfolgen und gezielt unterstützen.
