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Abschluss des AKI-Praktikumsprogramms für 26 ukrainische Studierende

Am 10. November 2025 erhielten 26 Studierende aus der Ukraine ihre Zertifikate für das erfolgreich absolvierte landwirtschaftliche Praktikum in Deutschland. 

Das Programm begann am 13. Mai, nachdem die Teilnehmenden nach einer langen Busfahrt aus Kyjiw in Ulm angekommen waren. Nach einer kurzen Einführung begannen sie ihr Praktikum auf landwirtschaftlichen Betrieben in Baden-Württemberg und Bayern.

Zum Abschluss der sechsmonatigen Praxiszeit trafen sich die Praktikantinnen und Praktikanten, ihre Gastfamilien sowie das AKI-Team in der Tagungsstätte Bernhäuser Forst in Filderstadt. Nach den Begrüßungsworten von AKI-Vorstandsvorsitzendem Hans-Benno Wichert und Generalmanagerin Tatiana Dettmer berichteten Programmmanagerin Olena Kalinina, ausgewählte Praktikantinnen sowie zwei Gastfamilien über ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke aus dieser Praktikumssaison.

Im feierlichen Teil der Veranstaltung erhielten alle Studierenden ihre Zertifikate. Die drei besten Praktikantinnen und Praktikanten des Jahres – Dariia Rudyk, Mariia Hatsko und Taras Lutsiuk – wurden zusätzlich mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet. Auch langjährige Gastbetriebe, die das Programm seit zehn bzw. zwanzig Jahren unterstützen, wurden besonders geehrt.

Nach der Verleihung der Zertifikate und Preise kamen alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen. Anschließend hieß es für Gastfamilien und Praktikanten Abschied nehmen – ein Moment, der von spürbarer Bewegtheit geprägt war. Am folgenden Tag machten sich die Studierenden mit dem Bus auf den Weg zurück in die Ukraine. Der Abschied fiel vielen nicht leicht, zugleich überwog die Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihren Familien nach sechs Monaten Praxisaufenthalt in Deutschland.

Die Zusammenarbeit von AKI mit der Ukraine besteht bereits seit 2009. Sie konnte bis 2014 erfolgreich durchgeführt werden, musste jedoch nach der Annexion der Krim und den damit verbundenen wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen in den ukrainischen Bildungseinrichtungen zunächst unterbrochen werden. Seit 2018 wurde das Programm wieder aufgenommen, wobei AKI eng mit dem Wissenschaftlich-Methodischen Zentrum für Hochschul- und Berufsbildung (WMZ VFPO) in Kyjiw zusammenarbeitet.

Gefördert wird das Programm durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR), die Landwirtschaftliche Rentenbank sowie durch die monatlichen Beiträge der landwirtschaftlichen Gastfamilien.

AKI dankt allen Gastbetrieben, Partnern und Sponsoren für ihr Engagement und freut sich darauf, die erfolgreiche Kooperation mit der Ukraine auch im kommenden Jahr fortzuführen.

 

Dr. Olena Kalinina

Project Management
 

Verena Jauß

Projektmanagement