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Erfolgsgeschichte aus Gitega: Nachhaltigkeit, die langfristig wirkt

Laut Global Forest Watch (GFW) verlor Burundi zwischen 2001 und 2024 rund 38.000 Hektar Baum- und Waldfläche meist ohne Ausgleich durch Aufforstung. Um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken, wurde 2024 im Rahmen des Projekts „Grüne Zukunft“ eine Baumschule in Gitega eingerichtet. Auch nach dem offiziellen Projektende im Dezember 2024 entfaltet sie weiterhin ihre Wirkung.

Der langjährige AKI-Partner Ordre Saint Camille führt die Baumschule eigenständig fort. Sie schafft Arbeitsplätze, generiert Einnahmen für weitere Projektaktivitäten und ist ein überzeugendes Beispiel für nachhaltiges lokales Engagement.

Derzeit bereitet das Team die Ausgabe von rund 100.000 Bäumen vor, darunter Artemisia, Papayas, Maesopsis eminii, Grevillea und Weihnachtsbäume. Die kultivierten Baum- und Nutzpflanzen stärken die Ernährungssicherung und Einkommensmöglichkeiten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, indem sie CO₂ binden, Bodenerosion verhindern, die Bodenfruchtbarkeit verbessern und die lokale Biodiversität fördern.

Menschen hinter dem Projekt

Bruder NDIKUMASABO Angelus, Direktor der AKI-Projekte in Gitega, sagt:
„Ich bin stolz auf unsere Erfolge und dankbar für die Unterstützung. Die Schulungen zu Umwelt und Aufforstung haben unsere Gemeinschaft nachhaltig gestärkt. Unsere Baumschule ist heute die größte in der Region und bringt großen Nutzen für Mensch und Umwelt. Durch den Verkauf von Bäumen und Obst sichern wir Einkommen für das Projekt.“

Pierre MANIRAGURA, AKI-Projektkoordinator vor Ort, ergänzt:
„Das Projekt hat mir gezeigt, wie eng das menschliche Leben mit der Umwelt verbunden ist und dass Bäume entscheidend zu sauberer Luft, einem gesunden Lebensumfeld und dem Gleichgewicht des gesamten Ökosystems beitragen.“

Bruder NKURUNZIZA Remegie, zuständig für Nachhaltigkeit, erklärt:
„Die Baumschule ist für mich mehr als Arbeit – sie ist Teil meiner Berufung zum Schutz der Umwelt. Wir begrünen entblößte Flächen, reduzieren Luftverschmutzung und ermutigen andere, die Natur für eine bessere Zukunft zu bewahren.“

HAKIZIMANA Febronie, Tagelohnerin in der Baumschule fügt hinzu:
„Durch meine Arbeit in der Baumschule verdiene ich mein Einkommen und trage zum Wohl meiner Familie bei. Gleichzeitig leisten wir mit dem Pflanzen von Bäumen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Die Früchte dessen, was wir heute säen, werden unsere Kinder ernten.“

Nachhaltiger Ausblick

Die Baumschule steht als Symbol für Partnerschaft, lokales Engagement und gelebte SDGs. Sie wird künftig eine zentrale Rolle bei der Aufforstung in der Region spielen. AKI unterstützt die Umweltschutzmaßnahmen weiterhin gezielt und motiviert die Gemeinschaft, sich aktiv für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen.

Das Projekt „grüne Zukunft“ wurde vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz - Baden-Württemberg (MLR) gefördert.

 

Teklezghi Teklebrhan

Projektmanagement